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Fairer Handel

Afrika, Indien, Südamerika... Wir träumen davon, wir lesen darüber, wir reisen dort hin. Und wir leben davon. Viele unserer Lebensmittel sind Überlebensmittel dieser Länder. Viele Produkte unseres täglichen oder auch weniger häufigen Bedarfs gehen einen weiten, oft genug schweren Weg, bevor sie bei uns landen.

Nicht nur super, der Markt.
Was sich früher pathetisch Kolonialwaren nannte, ist heute Regalware im Supermarkt. Nur für Nachdenkliche selten super. Für alle, die sich nicht nur als Konsument sehen. Sondern ebenso als Mensch.

Damit wir diese Produkte billig einkaufen können, müssen sie noch billiger hergestellt werden. Der Preis dafür ist hoch – zu hoch, um Arbeits- und Lebensbedingungen zu rechtfertigen, die hierzulande keiner akzeptieren würde. Bedingungen, wie sie in der sogenannten Dritten Welt Alltag sind.

Bewusst sein. Und konsumieren.
Das Bewusstsein der Menschen in Deutschland für diese eine Welt zu prägen und zu schärfen, ist Ziel und Zweck der Weltläden. Nicht als Panikmache vor Krieg und Katastrophen in anderen Kontinenten, auch nicht als weltfremde Ideologie, sondern ganz praktisch in unserem täglichen Konsumverhalten können wir alle dazu beitragen, Zusammenhänge zu erkennen und zu beeinflussen. Für eine Welt, in der wir alle leben können. Ist das nicht lebenswert?